"Auf'n Bauernmorkt"

Im Herbst 2019 gab es an unserer Grundschule ein besonderes Projekt in Zusammenarbeit mit dem Referat für Volksmusik.
Drei Referenten und Referentinnen kamen zu uns an die Schule, um gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen der 3., 4. und 5. Klasse ein „Volksmusikprojekt“ auf die Beine zu stellen.
Egger Renate koordinierte das Einstudieren der Volkstänze. Premstaller Hannes war für die instrumentale Begleitung zuständig und Schwärzer Renate für den Gesang. Die Zusammenarbeit mit den Referent*innen des Referats für Volksmusik war sehr gut und vor allen Dingen unkompliziert. Alle drei Referent*innen waren sowohl fachlich, als auch didaktisch sehr kompetent. Außerdem hatten sie mit den Schülern und Schülerinnen eine Engelsgeduld. Für die Anliegen der Lehrerinnen waren sie stets offen.

Den Rahmen unserer Veranstaltung bildete der Bauernmarkt.
Die Kinder der 5. Klasse haben sich im KuTe-Unterricht mit dem Erstellen des Plakates für die Einladung beschäftigt. Gemeinsam haben sich die Schüler und Schülerinnen in einer demokratischen Abstimmung aus mehreren Bildern, für das „Gewinnerbild“ entschieden.



Das Musigkistl-Projekt ist bei den Schüler*innen sehr gut angekommen. Für viele Kinder war das Kennenlernen von volkstümlichen Weisen eine neue Erfahrung. Nach anfänglicher Skepsis haben es schließlich fast alle geschafft sich auf die Volksmusik einzulassen. Immer wieder haben Schüler und Schülerinnen die einstudierten Weisen in den Zwischenpausen, aber auch mitten im Unterricht vor sich hin geträllert. Mehrere der Schüler und Schülerinnen hatten die Möglichkeit ein Solostück zu singen. Auch das Tanzen zur Volksmusik war für so einige eine neue Erfahrungswelt. Dabei waren die Kinder sehr motiviert und haben versucht die Schritte so gut, wie möglich nach zu tanzen. Zwei Kinder haben das Projekt instrumental begleitet und dabei ihr Können zum Besten gegeben.
Vor allem die Aufführung am 27. November 2019 als Abschluss des gemeinsamen Projektes hat die Kinder motiviert sich mehr und mehr aktiv einzubringen. Teilweise haben die Schüler und Schülerinnen im Musikunterricht die Lehrpersonen gebeten, einzelne Lieder, sowie Tänze nochmals zu wiederholen, um diese zu festigen. Sie haben die anfänglich spürbare „Scheu“ vor der Volksmusik rasch verloren und sich auf das Tanzen der Volkstänze und auf das Singen von volkstümlichen Weisen eingelassen. Von einem zum nächsten Treffen war eine Steigerung der erbrachten Leistungen beobachtbar. Zu Beginn des Projektes hatten einige der Schüler und Schülerinnen Schwierigkeiten dabei sich über eine längere Phase hinweg zu konzentrieren, den Referent*innen aufmerksam zuzuhören und sich situationsangemessen zu verhalten. Je näher jedoch der „Aufführungstermin“ gerückt ist, desto besser ist es den Schüler*innen gelungen sich auf die Inhalte zu konzentrieren.
Die Lehrer*innen hatten die Möglichkeit die Schüler*innen aus einer anderen Perspektive zu erleben. Vor allem die Musiklehrerinnen haben über das Projekt wertvolle Anregungen für die eigene Arbeit in den Klassen erhalten. Sie hatten die Möglichkeit unterschiedliche Zugänge zum Erlernen von neuen Liedern kennenzulernen. Durch die positiven Erfahrungen des „Hereinholens“ der traditionellen Musik in den Unterricht, ist es für die Lehrerinnen denkbar die Volksmusik in Zukunft vermehrt in den Musikstunden einzuplanen.
Die Eltern haben die Aufführung miterlebt, ansonsten waren sie kaum in die Vorbereitungen mit einbezogen. Sie sind dem Projekt durch das zahlreiche Erscheinen zur Abschlussveranstaltung mit großer Wertschätzung begegnet. Das Feedback im Anschluss war sehr positiv.
Es war Dank des Einsatzes der Referent*innen und der Kinder ein gelungenes Projekt!
Einen kleinen Einblick in die gelungene Abschlussaufführung kann das Video im Anhang geben.